Oktober 21, 2021

Die ersten beiden Nächte in Sambia schlägt unsere kleine Reisegruppe ihr Camp in der Waterfront Campsite in Livingstone direkt am mächtigen Sambezi. Die Terrasse mit Bar und Restaurant ist einfach super und lädt definitiv zu einem Sundowner ein. Nachts läuft manchmal ein einzelnes Nilpferd durchs Camp, Elefanten grasen vor dem Camp.

Da unser Covid-19 Test aus Namibia immer noch gültig ist und wir alle das Kaza-Visa haben, welches auch für Simbabwe gilt, ist der Plan für den nächsten Tag klar: Wir gehen (ja, gehen!) nach Simbabwe, um uns die Victoria Fälle von dort anzuschauen. Auf der sambesischen Seite fällt der Zambezi bis zu 100 Meter in die Schlucht, die zugleich die Grenze zu Simbabwe darstellt. Demzufolge sieht man die Wasserfälle am besten von Simbabwe aus.

Und was für ein beeindruckender Anblick. Auf gut 1,2 Kilometer Breite stürzt der mächtige Zambezi imposant in die Tiefe. Trotz der noch vorherrschenden Trockenzeit führt der Fluss genügend Wasser, um uns ein einmaliges Schauspiel zu geben. Die Einheimischen nennen die Wasserfälle Mosi-oa-Tunya, was soviel wie donnernder Rauch bedeutet. Nach der Regenzeit stürzen enorme Wassermassen hinab, so laut und gewaltig, das man kaum ein Wort versteht und ohne Regenjacke definitiv ziemlich nass wird.

Nach gut drei Stunden checken wir in Simbabwe aus und in Sambia ein, fahren mit dem Taxi zurück ins Camp und genießen einen Sundowner auf der Terrasse am Fluss.

Am nächsten Morgen fahren Joël und ich weiter, Sarah und Jay bleiben noch um Livingstone zu entdecken. Wir besorgen noch SIM-Karten, tanken voll und dann geht’s los. Tageszeit ist die Lakeview Lodge Campsite am Kariba See. Auf dem Weg dahin lernen wir, das dieser grüne Zettel der „Road Transport and Safety Agency“ den wir an der Grenze erhalten haben an jeder Mautstelle gestempelt und die Quittung angeheftet wird. Auch interessant.

Wir passieren mehrere Polizeikontrollen, werden durch gewunken. Und dann werden wir angehalten. Wir stoppen an der Fahrbahnseite und dann sehe ich die Kamera … uups. Waren wir zu schnell? Officer Sibote fragt uns, ob wir das Schild „60 Kilometer“ nicht gesehen haben. Haben wir, aber den Fuß wohl zu sehr auf dem Gas gehabt. Als ich erwähne, das ein Landrover gar nicht schnell fahren kann, lacht der Officer und zeigt und das Video. 14 Stundenkilometer drüber – autsch. Ich frage, ob man da was machen kann. Kann man nicht, es kostet 300,- Kwacha pro Person. Quittung – ja, kann er ausstellen. Als wir am Auto stehen und er den Strafzettel ausstellen will, fragt Seargent Sibote dann doch, wie wir das jetzt machen. Aha, geht also doch. Wir einigen uns auf 200,- Kwacha pro Person ohne Strafzettel. Dann spendiert uns die Polizei noch leckere gesalzene Nüsse, wir reden noch kurz und dann bedanken wir uns und können weiterfahren. Wieder eine neue Erfahrung.

Die Campsite erreichen wir am späten Nachmittag. Ist nett aber nichts besonderes. Immerhin können wir die Dusche, Toilette und den Strom des nahegelegenen Apartments nutzen. Morgen geht es dann weiter am Kariba See entlang nach Lottery Bay … das dies ein Abenteuer wird, ahnt keiner von uns.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Visit Us On FacebookVisit Us On InstagramVisit Us On TwitterCheck Our Feed