Januar 21, 2022

Ja, Joël … was ein Typ! Gerade mal 19 Jahre alt geworden, hat seit sechs Monaten den Führerschein, mietet sich den schlecht ausgestattetsten Toyota Hilux der in Afrika zu finden ist und fährt alleine 2-3 Monate durchs südliche Afrika. Glaubt Ihr nicht. Ehrlich … die Geschichte kannste Dir gar nicht ausdenken. Aber der Reihe nach …

Kontaktaufnahme

Einen Tag vor meinem geplanten Grenzübertritt von Namibia nach Botswana und Sambia, erhalte ich eine Nachricht über den Facebook Messenger:

„Hallo Thomas. Ich bin gerade im Mobola Camp, habe Petra, Oliver und auch Ralf angetroffen 😉
Ich habe gesehen, dass du über Katima nach Zambia reist. Ich habe gleiches vor […]. Bin solo unterwegs aus der Schweiz, 19, m, falls du evtl. companions suchst? Plane 2-3 Wochen in Zambia.
Thx and let me know. Lg Joel“

Tja, machen wir mal, oder? Gemeinsam über die Grenze und dann mal schauen. Vielleicht ein paar Tage zusammen fahren, wer weiß. Was soll ich sagen, daraus sind drei Wochen des gemeinsamen Reisens geworden. Klar trennen uns 30 Jahre Lebenserfahrung und viele Monate Reiseerfahrzng in Afrika, aber auch ich bin mal als „Rookie“ nach Afrika gekommen. Außerdem stellt sich heraus, das wir ein gutes Team sind. Ich habe keinen Plan von Sambia, Joël ist bestens informiert. Dafür übernehme ich das Kochen, anständige Ernährung ist wichtig und es macht mir Spaß.

Erlebnisse

Zusammen fahren wir offroad am Karibasee entlang, helfen einem Paar in einem normalen Mazda wieder heil auf die Straße und ans Ziel zu kommen, fahren wieder offroad drei Stunden durch die tiefschwarze afrikanische Nacht, verirren uns in zwei Dörfern, einem Flussbett, verpassen mehrfach die Piste und erreichen dann doch das Camp. Joël zieht mich im Lower Zambezi Nationalpark aus dem Schlamm, wir wechseln im Niemandsland auf einem Trail so breit wie unsere Autos seinen Hinterreifen. In einer Lodge am Zambezi genießen wir das Teuerste Mittagessen unserer Reise: 85 USD. und wir werden gemeinsam von der sambesischen Polizei angehalten wegen zu schnellem Fahren.  Kurz: Wir hatten jede Menge Spaß.

Als ich Joël kennenlerne, ist er gerade mal zwei Wochen unterwegs, fährt aber seinen Hilux wie ein Profi. Okay, Elefanten und Wasserdurchfahrten treiben Ihm ein wenig Angstschweiß ins Gesicht, aber ein gesunder Respekt vor der Natur ist nie verkehrt. Ich bin da schon etwas entspannter. Aber als Team kommen wir überall durch und das ist doch das Wichtigste.

Ein guter Rat?

Mein lieber Joël, Respekt vor dem was Du in Deinen jungen Jahren gerade machst. Ehrlich! Es war mir eine Freude und Ehre mit Dir zu reisen. Hör immer auf Deinen Bauch, geh Deinen Weg und lass Dich nicht beirren. Ob auf Roadtrip in Afrika oder daheim in der Schweiz. Ich wünsche Dir von Herzen eine gute, erlebnisreiche und vor allem sichere Reise. Und wenn Du mal wieder irgendeinen kranken Scheiß vor hast (wie nachts offroad zum Camp zu fahren) sag Bescheid, ich komme mit!

Sucht jemand noch einen Travelbuddy für Botswana und das südliche Namibia? Dann haltet Ausschau nach einem weißen Hilux Doublecab mit Dachzelt, Kennzeichen aus Windhoek, Stoßstange hinten verbogen.

Safari njema my friend … bis bald in Afrika.

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