September 21, 2021

Nach vier tollen Tagen im Mobola Camp am Okavango geht es für mich weiter. Im Camp habe ich Armin und Tanja von Travelsouthbound zum zweiten Mal getroffen. Ebenfalls dabei war Ralf von TwoOnTour, mit dem ich noch drei weitere Tage im Mobola Camp verbringen durfte. Danke Euch für tolle Gespräche und eine schöne Zeit. Ich hoffe wir sehen uns irgendwann wieder. Euch allseits eine gute und sichere Reise.

Ich kann das Camp nur sehr empfehlen, falls Ihr mal im westlichen Caprivi seid. Tolle Lokation, tolle Gastgeber, coole Bar auf einer kleinen Insel im Okavango. Mobola ist übrigens nach dem Mobolabaum benannt, der hier in großer Zahl wächst. Die Früchte kann man essen, schmeckt ein wenig nussig und nach Karamell. Interessant. Als Hobbykoch kann ich mir ein Püree vorstellen oder auch frittierte Mobola-Bällchen. Aber ich schweife ab …

Meine Reise geht weiter rund 220 Kilometer schnurgerader Teerstraße tief in den Caprivi hinein. Ich möchte den südlichen Teil an der Grenze zu Botswana erkunden und das Mudumu Gamereserve besuchen. Im Mobola Camp habe ich Oliver und Petra gelernt. Die beiden sind mir Ihrem eigenen Landcruiser auf Urlaub in Namibia, aber schon alte Afrika-Hasen. Da die Chemie passt und die beiden in die selbe Richtung wollen, treffen wir uns im Mavunje Camp direkt am Kwando River wieder. Waren super schöne zwei Tage mit den beiden inkl. Bootsfahrt auf dem Kwando. Es würde mich sehr freuen Euch beide wiederzusehen und vielleicht ein wenig gemeinsam zu reisen.

Nach zwei Tagen heißt es Abschied nehmen. Von Petra und Oliver und vom sehr schönen Mavunje Camp. Für die beiden geht es langsam Richtung Windhoek und für mich zum Mudumu Gamereserve. Ich bekomme den Tipp, das man auf dem Weg dorthin auf der Kazondwe Farm gut Fleisch kaufen kann, also mache ich nochmal einen kleinen Abstecher. Die Farm wird von Susanne und Frank betrieben, Susanne – man ahnt es – ist Deutsche. Die beiden betreiben auch ein Camp mit einer echt tollen Lodge und einem grandiosen Blick auf den Kwando River. Absolut ein „place to be“ und definitiv auf meiner Liste fürs nächste Mal.

Mit Lamm und Eland-Antilope ausgestattet geht es dann in den Mudumu. Parkeintritt kostet N$ 150,- für internationale Gäste (eine Person, ein Auto), das sind ca. € 9,-. Der Park ist schön, auch wenn aufgrund der Mittagshitze kaum Tiere zu sehen sind. Ein paar Elefanten, Zebras, Warzenschweine, einige Antilopen. Insgesamt hat mich Mudumu nicht begeistert, bekommt aber irgendwann eine zweite Chance. Ich denke man sollte eine Nacht im Park campen, das ist kostenfrei, um mehr von der Tierwelt zu sehen. War auch mein Plan, aber alle drei Campplätze waren belegt. Gut, next time.

Planänderungen kann ich ja, also entschließe ich mich weiter nach Süden ins Rupara Camp zu fahren. Leider habe ich nur noch wenig Bargeld, da der Geldautomat in Kongola an der B8 nach Katima Mulilo kaputt war. Damit ist in ländlichen Gegenden halt mal zu rechnen. Das Camp wird von einer nahegelegenen Lodge betrieben, so dass ich hoffe auch in US Dollar oder mit Kreditkarte bezahlen zu können. Bleibt dann bei der Hoffnung und so lege ich meine letzten N$ 200,- auf den Tresen und kann leider nur eine Nacht bleiben.

Das Camp ist sehr schön in den Linyati Sümpfen gelegen, sehr einfach, aber sauber, gepflegt und wirklich schön. Immerhin gibt es fließend Wasser und der „Donkey“ ist fürs Duschen bereits vorgeheizt. Außerdem habe ich volles Programm LTE Empfang und das rund 100 Kilometer von der nächsten Stadt entfernt. Irre!

Es war schön in den letzten Tagen Gesellschaft gehabt zu haben, neue und alte Freunde zu treffen. Es ist jedoch auch schön mal wieder für mich zu sein, den Sonnenuntergang zu genießen, am Lagerfeuer seinen Gedanken nach zu hängen. Um mich herum sind die Grillen zu hören, irgendetwas platscht im Wasser, vermutlich Frösche. Ein leichtes Grunzen kommt vom anderen Flussufer, als ich ankam standen Warzenschweine im Camp.

Morgen geht es weiter nach Katima Mulilo für meinen PCR Test, ein bisschen Dinge am Laptop erledigen, meinen Grenzübertritt vorbereiten …

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