September 21, 2021

Die Hel – Gamkakloof: Einmal Hölle und zurück

02. Januar 2021 – ich fahre zur Hölle bzw. in diese hinein. Also quasi 😉. Die Hel – Gamkakloof

Mit Verena und Wolfgang von „Gritschontour“ geht es entlang der Swartberge nach Osten zurück Richtung Oudtshoorn. Wir biegen vorher links ab und fahren den Swartbergpass hoch. Schotterpiste vom Feinsten, hier und da geht ohne ersten Gang nichts. Der Eingang zur Gamkakloof – auch „Die Hel“, also Hölle genannt – liegt oben am Pass. Da es aber schon Mittag ist, entscheiden wir uns den Pass auf der anderen Seite wieder herunterzufahren und und das kleine Örtchen Prince Albert anzuschauen. Wie so häufig ist der Ort nicht wahnsinnig aufregend, eine Tankstelle, ein Supermarkt, mehrere kleine, nette Cafés. Die Architektur erinnert ein wenig an den Kolonialstil des letzten Jahrhunderts. Nett, aber nicht besonders.

Unser Camp schlagen wir dann in der Schlucht am Fuße des Swartbergpasses auf. Ist eine nette sandige Stelle direkt am Fluß mit tollem Ausblick auf die Bergspitze. Sozusagen Übernachtung mit fließend Wasser. Die Abendsonne beleuchtet die Bergspitzen, irgendwo quaken Frösche, dann geht langsam die Sonne unter. Ein toller Anblick.

Auf in die Hölle

Am nächsten Morgen geht’s dann den Pass wieder hoch. Ist diesmal ein wenig steiler, aber der Landy kommt sauber die Passstraße hoch und auch der 12-Tonner von Wolfgang und Verena schafft es locker. Der Ausblick ist wieder einmal der Knaller und kaum auf Fotos festzuhalten. Ich kann den Pass nur empfehlen, nehmt Euch etwas Zeit und genießt die Landschaft, es lohnt sich.

Ja und dann geht es rechts ab in “Die Hel”. 37 Kilometer Offroad Piste, geschätzte Fahrzeit zwei Stunden. Die ersten Kilometer sind wirklich „nice & easy“, die Piste ist breit, ein paar lange Anstiege, genauso wenig spektakulär wie die karge Landschaft. Erinnert ein wenig an das südliche Namibia. Wenn es hoch geht, geht es halt auch wieder runter und hier kommt der fahrtechnisch anspruchsvollere Teil. Die Straße wird enger, so eng das sie in weiten Teilen nur mit einem Auto zu befahren ist. Heißt also schauen, ob Gegenverkehr kommt, an einer passenden Stelle anhalten und passieren. Und es geht richtig steil bergab, da freut man sich schon wieder aufs hochfahren. Bei einigen engen und steilen 180 Grad Kurven frage ich mich wie der dicke Truck das packen will, aber Wolfgang manövriert den Mercedes sicher und ohne zurücksetzen bis zum Anfang des Tals. Teil eins geschafft, wir haben ziemlich genau zwei Stunden für die 37 Kilometer gebraucht. Die Hel – Gamkakloof

In der Gamkakloof

Im vorderen Teil der Gamkakloof hat es vor einigen Monaten gebrannt und mangels Regen gibt es kaum grün, nur schwarze Reste von Bäumen. Hat ein kleines bisschen was vom Soussusvlei in Namibia. Ist schade, aber hat auch irgendwie etwas. Die Hel – Gamkakloof

Wir bleiben nur eine Nacht in einem von drei Camps, dann geht es am nächsten Morgen raus aus „Der Hölle“. Was beim runterfahren schon steil war, ist beim hochfahren noch steiler und ohne ersten Gang geht ÜBERHAUPT nichts! Aber es kommen uns nur zwei Autos entgegen, ich fahre als Spotter voraus und warne die entgegenkommenden Fahrzeuge, das gleich eine rollende Schrankwand kommt. Nach 1:45h bin ich wieder oben am Swartbergpass, der Truck ist einige Minuten später da. Geschafft, wir sind der Hölle entkommen! Reifen, Kühler, alles noch in Funktion – läuft!

Zuguterletzt

Warum heißt das nun „Die Hel“? Wir wissen es nicht. Vielleicht weil die Straße zu befahren echt die Hölle ist. Oder weil es unten in der Schlucht (Africaans: Kloof) einfach höllisch heiß ist.

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