September 22, 2021

Von der Arnhem Cave geht es ca. 120 Kilometer weiter nach Osten Richtung Gobabis. Hier wird nochmal alles aufgetankt was geht, Getränke gekauft und ich brauche Bargeld. Nette kleine Stadt übrigens, sehr aufgeräumt und sauber.

Kurz hinter Gobabis hält mich die Polizei an. Der Kollege schaut sich die Registrierungsplakete des Autos sehr genau an, Papiere will er nicht sehen. Viel interessanter sind meine Solarpanels auf der Motorhaube – das kenne ich ja schon. Wir halten also ein kleines Schwätzchen, der Polizist fragt mich nach einem kalten Getränk, da es ja sehr heiß ist. Damit kann ich leider nicht dienen, also darf ich weiterfahren.

Es geht links ab auf die C22 und dann auf die M131 Richtung Harnas Wildlife Foundation. Hier werde ich zwei Tage campen und ein bisschen Safari machen. Die Piste rüttelt den Wagen mal wieder ordentlich durch und dem Fahrer locker 800 Gramm Körperfett aus dem Leib. Abnehmen auf afrikanische Art 😉.

Rund 20 Kilometer vor meinem Ziel steht ein Wagen am Straßenrand, der Ersatzreifen liegt hinter dem Bakkie. Klar halte ich an und frage, ob alles klar ist. Ist es nicht, der Kollege Herero hat keinen Wagenheber. Also packe ich meinen Bottle Jack (hydraulischer Wagenheber) aus und wir pumpen den Isuzu hoch. Der Reifen wird gewechselt, ich kontrolliere den Reifendruck, ist ein bißchen dünn … ca 0,5 Bar müssen da noch drauf. Also wird schnell mein Kompressor ausgepackt. Beim Kollegen in den Zigarettenanzünder gesteckt, Wagen starten. Wagen startet nicht, die Batterie ist so platt wie der Reifen. Also kommt auch noch mein Starthilfekabel zum Einsatz. Nach mehreren Versuchen springt die Karre dann an. Kompressor wieder in den Zigarettenanzünder – nichts! Auch tot. Gut nehmen wir meinen. Nach rund einer Stunde ist der Wagen wieder fahrbereit. Mein Beitrag zur Wiedergutmachung an den Herero.

Das Camp der Harnas Wildlife Foundation ist cool, ich werde gleich mal von Antilopen, Gnus und Geparden begrüßt. Letztere allerdings in einem großen Gehege, Harnas ist eine Art Refugium für Wildtiere, die von Garmen gerettet und aus Zoos aufgekauft wurden. Gehege klingt for uns Europäer auch irgendwie nach Zoo, tatsächlich sind die Areale zwischen 1-8 Hektar groß. Die Campsite ist sehr gepflegt, hat Strom, fließend Wasser, eine Küche und eine Aussendusche. Zur Anlage gehören ein Restaurant, eine Bar (mit WLAN) und ein Swimmingpool. Da sind die N$ 270,- pro Nacht okay.

Der Sonnenuntergang über der Steppe ist mal wieder aus der Kategorie „ziemlich geil“, wird aber heute gekrönt von einem Konzert aus Löwengebrüll. Mit einem hohen Gemaunze stimmen die Geparden hinter mir ein. Sehr schön … Afrikas „Kleine Nachtmusik“.

Am nächsten Morgen geht es gemeinsam mit einem französischen Pärchen und zwei deutschen Voluntären auf Pirschfahrt samt Fütterung. Ismael, unser Guide, kennt jedes Tier beim Namen, sowie die Geschichte des Tieres. Super interessant und auf jeden die N$ 520,- (ca. € 30,-) wert. Zudem unterstützt man damit den Betrieb des Resorts. Nach drei Stunden sind wir dann zurück im Camp.

Nebenbei erwähnt … biblische Namen scheinen trendy im östlichen Namibia zu sein. Außer Ismael treffe ich Moses, Isaak, Noah und Jeremiah. Putzig.

Nach einem entspannten Nachmittag und abendlichem Lagerfeuer geht es am nächsten Tag weiter. Tagesziel ist der Khaudum Nationalpark – ein Paradies aus tiefem Sand wie ich gehört habe, ich bin gespannt was mich erwartet …

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