Juni 24, 2021

Addo Elephant Nationalpark

Nach ein paar Tagen in Port Elisabeth (oder kurz: PE) mache ich mich auf in den Addo Elephant Nationalpark.

Port Elisabeth

Aufgrund von Regen und heftigem Wind hatte ich mich entschlossen mir ein Guesthouse in PE zu suchen. Ich habe ein paar Tage bei Johann und seiner Frau im Margrave B&B verbracht. Kann ich sehr empfehlen, die beiden sind super nett, sprechen auch Deutsch, Johann hat mal bei Hoch-Tief in Deutschland und der Schweiz gearbeitet. Wenn Ihr eine Übernachtung in der Stadt sucht, unbedingt vorbei schauen. Johann`s Sohn, der zufälligerweise auch noch Schreiner ist, hilft mir dann noch neue Laufschienen an meine Schubladen zu bauen, ich bin begeistert.

Die Zeit nutze ich auch, um ein paar kleine Löcher im Auspuff reparieren zu lassen, Getriebeöl muss geprüft werden und mir ist der Startermotor, den ich vor vier Wochen in Kapstadt habe austauschen lassen um die Ohren geflogen. Hat wohl jemand beim Einbau gepfuscht, aber ich bekomme die komplette Rechnung erstattet. Den neuen Motor baut mir Wayne von WJ`s Auto Electrical ein, super Arbeit, geiler Typ und ich lerne einiges über Elektrik im Auto.

Bei Savoy Motors bekomme ich für € 40,- eine neue Felge und eine Halterung für den Ersatzreifen plus eine Sicherungsmutter, damit mir das Teil nicht geklaut wird. Überprüfung des Getriebeöls: Gratis! Sehr coole und kompetente Landrover Werkstatt, kann ich sehr empfehlen.

Auf in den Addo

Am Montag Nachmittag  mache ich mich dann langsam auf in den rund 75 Kilometer entfernten Addo Elephant Nationalpark. Da es schon später Nachmittag ist, fahre ich nicht mehr in den Park rein. Das am Camp liegende Wasserloch ist verwaist, heute Abend also keine Tiere, dafür chillen am Lagerfeuer.

Ich will am nächsten Morgen ganz früh in den Park, also Wecker auf 05:15h, Tiere sieht man am besten Morgens. Um 06:20 bin ich dann am Gate und im Nationalpark. Der Addo Elephant Nationalpark ist verglichen mit Etosha in Namibia oder dem Krüger Nationalpark im Nordosten Südafrikas eher klein. Man kann sich den kompletten Park mit vielen Pausen entspannt an einem Tag anschauen. Der Park ist mit einem normalen PKW zu befahren, man muss halt ein wenig langsamer und vorsichtiger Fahren, als ich das mit meinem Offroad-Biest tun muss. Es sind aber eh nur 40 km/h erlaubt und mehr will man auch nicht fahren, um die Natur und die Tiere zu genießen.

Der Nationalpark rühmt sich damit die „Big 7“ zu beheimaten. „Big 7“? Naja, man nehme einfach die bekannten „Big 5“ – Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard – und da der Park bis an die Küste geht nehmen wir halt noch den Weißen Hai und den Southern Right Wal dazu 😄. Da hat jemand in der Marketingstunde aufgepasst.

Die Realität: Büffel gibts schon mal gar nicht. Ich bin ALLE Wasserlöcher abgefahren, wenn es Büffel gäbe wären die dagewesen. So ne Herde kann man auch schlecht übersehen. Nashörner auch Fehlanzeige, das letzte hier existierende Nashorn ist vor Jahren aus Altersgründen gestorben. Löwen und Leoparden habe ich auch nicht gesehen, das ist allerdings auch Glücksache. Ich denke da muss man schon eine Tour buchen und mit einem Ranger die Pfade fahren an denen „No entry“ steht.

Wildlife ganz nah

Ich sehe Zebras, Wildschweine, Affen, eine Schildkröte und als ich schon denke „wo sind die blöden Elefanten“ – Bämm. Erst kommt mir eine kleine Gruppe entgegen, dann eine zweite, eine dritte, … zum Schluss werden es an die 60-70 Elefanten an dieser eine Wasserstelle gewesen sein.

Die Tiere laufen unbeeindruckt in unmittelbarer Nähe am Auto vorbei, zum Greifen nahe. Wenn man die Chance hat solch ein Gruppe aus direkter Nähe zu beobachten, merkt man wie sozial – beinahe menschlich – diese Tiere sind. Da sind die Baby-Elefanten, die Rumtoben und wahrscheinlich nur Unsinn im Kopf haben, Mama immer hinterher. Da sind die junge Elefanten die im Wasserloch sich balgen und Kräfte messen, da sind die Beiden die sich gegenüberstehen, die Rüssel ineinander verschlungen wie ein verliebtes Paar. Und über allem wacht der alte Elefantenbulle, der den Jüngeren auch schonmal zeigt wer der Herr im Haus ist.

Ein guter Tag

In Summe habe ich an diesem Tag sicher um die 150 Elefanten aus nächster Nähe gesehen, dazu jede Menge Zebras und ein paar Antilopen. Nach acht Stunden habe ich jeden Trail abgefahren und es reicht mir. War ein ziemlicher cooler Tag bei schönstem Wetter … die gute Laune ist zurück.

Übernachtet wird in Colchester südlich vom Addo Elephant Nationalpark. Das Camp liegt direkt am Fluss, die Dünen sind auf der anderen Flußseite zu sehen. Echt ein toller Ausblick am Abend auch wenn es ein wenig bewölkt ist.

Morgen geht es die Küste hoch nach Norden Richtung East London. Wie immer berichte ich dann auf diesem Kanal.

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