September 21, 2021

Mountain Zebra Nationalpark

Der Mountain Zebra Nationalpark gehört zu den kleineren Parks in Südafrika, eher so ein „Mini-Park“. Der Park liegt bei Cradock an der N10, ca. 250 Kilometer nördlich der Südküste Südafrikas. Wer eine sogenannte “Wild Card” besitzt hat hier freien Eintritt. Die “Wild Card” kostet für Ausländer ZAR 3.000,- (ca. € 165,-) und berechtigt zum kostenfreien Eintritt in rund 80 Nationalparks in Südafrika. Kann sich schon lohnen, ich persönlich habe keine und bislang auch “nur” ZAR 800,- für Eintrittsgelder in Nationalparks bezahlt. Da ist noch Luft nach oben …

Overlander friends

Die Fahrt von Port Albert nach Cradock ist wenig aufregend, heißt also stupide Kilometer schrubben bis zum Tagesziel, dem Peperboom Camp. Kurz vorm Camp auf einer Farm schüttet es wie aus Eimern, gut das so ein Regen in Südafrika immer schnell innerhalb Minuten vorbei geht. Das Camp ist okay, die Besitzer sind supernett. Mit Blick auf das Wetter gönne ich mir ein Fest installiertes und überdachtes Zelt, das Dachzelt bleibt eingeklappt.
 
Kurz nach mir treffen Sara und Peter im Camp ein. Die beiden sind aus UK und overlanden mit Ihrem sehr coolen Mitsubishi Pajero seit November Afrika. Da tauscht man sich doch gleich mal am Lagerfeuer aus. Die beiden wollen auch in den Mountain Zebra Nationalpark, wir verabreden uns also locker für den nächsten Tag.

Der frühe Vogel …

Samstag morgen kurz nach fünf, ich werde von dem Geschrei von so einem blöden Hahn geweckt. Gut, noch dreimal umdrehen und dann raus. Duschen, Kaffee, Frühstück und um Viertel vor Sieben geht’s dann für mich los Richtung Park. Im Zelt nebenan wird noch geträumt.
 
Kurz nach dem Parkeingang warten schon Zebras, Antilopen und Affen auf mich. Das Ganze bei blauem Himmel, echtes Foto-Wetter. Die Rezeption liegt ca. 9 Kilometer im Inneren des Parks, also erstmal gemütlich da hin und einchecken.
 
Mit Karte und Kamera bewaffnet cruise ich dann durch den Park, verpasse meine Abzweigung und bin auf einmal auf dem langen Weg über die Südschleife unterwegs. Es gibt nur einige Vogelstrauße zu sehen, dafür aber eine unglaublich schöne Landschaft, die mich einfach packt. Es geht bergauf, die Aussicht ist der Knaller. Immer wieder gibt es schöne Felsformationen zu sehen, alles ist herrlich grün und die Strecke ist leicht auch mit einem PKW zu befahren. Ich kann das nicht anders sagen, die Landschaft begeistert mich. Das ist Afrika wie aus dem Bilderbuch. Kurzerhand entscheide ich mich daher im Park zu übernachten, um am nächsten Tag einige Strecken nochmal zu erkunden.
 
Zurück an der Rezeption treffe ich dann Sara und Peter wieder. Die beiden haben sich hier auch für die Nacht eingebucht, passt ja.

Offroad durch den Park

Es gibt im Nationalpark drei Offroad Strecken, eine davon Schwierigkeits-grad 4-5, was schon ganz ordentlich ist. Wir entscheiden uns erst mal eine leichtere Strecke zu fahren, dem Juriesdam 4WD Trail. Ich fahre voraus, verschätzt mich gleich am Anfang in der Steigung und der Motor säuft am Hang ab. Also doch Difflock rein und in Low Gear im ersten Gang die Geröllpiste hoch. Oben angekommen erwartet uns eine weite Hochebene mit Zebras, Büffeln und Antilopen. Die Landschaft ist echt unbeschreiblich und die Tiere sind ganz nach an der Piste – ein Traum!
 
Der Rest der Strecke ist nicht weiter schwierig für unsere beiden Offroader und so geht’s gleich weiter zur nächsten Offroadpiste, dem 14 Kilometer langem Sonnenrust Trail. Diesmal eher ein Spaziergang im Park, sowohl für Peter und Sara‘s Pajero wie auch für meinen Landy. Auch hier wieder ein Landschaft wie gemalt. Eine weite Savannenlandschaft, viel Gras, gelegentlich Bäume, im Hintergrund die Berge und jede Menge Tiere.
 
Das alles hautnah zu erleben, mitten drin zu sein, dort wo wilde Tiere nicht für Touristen zusammen gepfercht werden ist schon ein echtes Erlebnis. Wer sich nicht tagelang durch Nationalparks kämpfen möchte und eher einen Tagesausflug oder Wochenendtrip plant, ist hier genau richtig.
 
Abends im Camp vom heftigen Dauerregen quasi weggespült zu werden, ist dann auch ein Erlebnis. Kein schöner Abschluss eines fantastischen Tages. Aber manchmal ist das so. Dann wird halt kurz beim Nachbarn unterm Sonnensegel gegrillt und es geht früh zu Bett. In diesem Sinne also gute Nacht und bis neulich … .

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