Mai 28, 2024

Nach fünf sehr entspannten und wohltuenden Tagen im „The Haven“ nördlich von Jinja, bekomme ich ein wenig „itchy feets“ … ich ziehe weiter. Nach Nordwesten zum Ziwa Rhino Sanctuary.

Den Ort hatte ich schon auf dem Schirm, aber mehr so als mögliches Ziel. Nachdem dann aber meine Overlander-Kollegin Christine sehr begeistert von dem Ort war … naja, hier bin ich also. Der Campingplatz ist gepflegt, wunderbar ruhig ist es auch. Mit 20,- US Dollar finde ich es dennoch zu teuer. Kein Strom, kein WiFi im Camp, kein Wasser im Küchenblock. Dafür sind Rhino-Tracking und andere Aktivitäten verhältnismäßig günstig. Das Rhino-Tracking kostet 30,- USD, die Kanutour auf der man – möglicherweise – die Shoebill (Schuhschnabel) Störche sieht liegt bei 20,- USD. Eintritt in den Park sind nochmal 20,- USD. Auch richtig Geld, aber noch einigermaßen im Rahmen.

Mit mir kommen Douglas aus Neuseeland und Patricia aus Kenia an. Die beiden sind auf einem kleinen Roadtrip in Uganda unterwegs. Die Chemie passt mal wieder, es wird ein schöner Abend am Lagerfeuer. Rhinos sehen wir dann auch noch auf der anderen Seite des Zauns, keine drei Meter entführte. Ziemlich cool!

Der nächste Tag. Nach meinem üblichen Morgenritual geht’s um 08:00 Uhr auf „Walking Safari“. Zusammen mit unserem Guide Simon-Peter geht es in den Busch: Nashörner beobachten. Wir müssen gar nicht weit gehen, das erste Dutzend Nashörner grast in unmittelbarer Nähe vom Camp. Sehr beeindruckend die Tiere in unmittelbarer Nähe zu sehen, keine 10 Meter entfernt. Trotz das die Tiere sehr friedlich wirken, bleiben wir in der Nähe der Bäume, um uns im Notfall dahinter in Sicherheit zu bringen. Better safe, than sorry. Es gibt auch eine Leoparden Population in diesem Gebiet, diese zu finden ist aber wie immer Glücksache. Wir haben kein Glück.

Um Wilderer fern zu halten, werden die Nashörner 24/7 von Rangern überwacht, die den Tieren überall hin folgen. Richtig gehört: 24/7 – rund um die Uhr! Unser Guide kennt sich richtig gut aus, erklärt viel, man merkt wieviel Liebe und Leidenschaft er für seinen Job und die Tiere hat. Die Vögel, die die Nashörner beständig begleiten sind für Ihn die Doktoren, weil Sie Parasiten entfernen und somit auch Wunden sauber halten. Das Schlammloch, in dem sich die Rhinos wälzen, ist seine Apotheke. Der Schlamm verschließt Wunden, die Nashörner kratzen den Schlamm dann irgendwann ab, die Wunden sind damit gereinigt und das fördert die Heilung. Mutter Natur ist doch manchmal wirklich erstaunlich.

Die Nashörner haben auch Toiletten, bestimmte Plätze wo sie … naja, Ihr wisst schon. Simon-Peter nennt diese „Communication Center“, weil man immer irgendwann dort trifft. Bei Familie Nashorn finden die besten Parties halt auf dem Klo und nicht in der Küche statt.

Auf dem Rückweg nähert sich uns ein Nashorn auf dem Pfad den wir eingeschlagen haben. „Go, Go“ ruft unser Guide. Machen wir, das Nashorn hinterher. Bis wir rechts abbiegen und die schützenden Bäume aufsuchen. Simon-Peter erklärt, das Nashörner schlecht sehen und vor Allem nicht geradeaus schauen können. Die Augen sind halt rechts und links vom Kopf. Hören können sie aber hervorragend. Das Nashorn hat uns wohl für einen Artgenossen gehalten und ist den Geräuschen hinterher gelaufen. Aber alles gut gegangen.

Douglas und Patricia machen sich nach einem gemeinsamen Frühstück nach dem „Bush Walk“ auf die Reise, ich chille den Tag über. Am nächsten Morgen geht es dann auch für mich weiter Richtung Murchison Nationalpark.

Fazit: Das Rhino Tracking ist sehr empfehlenswert, die Campsite kann man sich schenken. Zumindest für – nicht verhandelbare – 20,- US Dollar. Da muss der Betreiber noch einiges machen, bevor der Preis gerechtfertigt ist …

Ein Gedanke zu “Ziwa Rhino Sanctuary

  1. It’s truly an amazing place. Glad you had Simon as a guide, I laughed at the same words he used about the doctor and communication centre. Maybe because I stayed 3 nights and did Rhino tracking and shoebill Salem the manager was bullied by Queen of negotiation to allow me to camp for $10 per night. Electricity is usually at camp site but the whole area is without because 20 poles and wires were stolen about a week ago😭. With annoying them I also got water and a hot shower and they also lit me a fire place every night. Love how they care and protect the Rhino’s, now 33 in total from the first 6 donated.

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