Juni 24, 2021

Pinar del Rio | Vinales

Am Morgen nahmen wir ein Taxi von Cayo Levisa nach Pinar del Rio in der Provinz Viñales. Wir haben die 80 Kilometer in gut 1,5 Stunden zurückgelegt. Unsere Casa Particulares wurden bereits von einem Freund organisiert und so waren wir stressfrei unterwegs.

Muss man jetzt vielleicht erklären: Eine „Casa Particulares“ ist nichts anderes als eine private Unterkunft bei Einheimischen. Woanders würde man das AirBnB nennen. Normalerweise eine kleine Einzimmerwohnung, für die man zwischen 20,- und 40,- Euro pro Nacht bezahlt. Der Preis ist nicht hoch, wir kannten ja bereits kubanische Unterkünfte und daher waren unsere Erwartungen nicht hoch. Unsere Casa hat uns absolut umgehauen. Ein Badezimmer wie man es in Deutschland selten findet, fantastische moderne Ausstattung, eine riesige Dachtereasse und ein perfekter Blick über das Tal.

BEEINDRUCKEND!!!

Fast alle Casas bieten den Gästen auch Abendessen und Frühstück an. Das Frühstück ist normalerweise im Preis inbegriffen, fragt im Zweifelsfall nach. Zur Erinnerung: Die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln ist in Kuba manchmal ein Problem. Wir waren in Supermärkten, in denen es nur ein paar Flaschen Wasser gab und sonst nichts. Die Erwartungen sind entsprechend niedrig. Falscher Gedanke! In jeder Casa (Ausnahme war Varadero) ein Premium-Frühstück, bei dem sich einige deutsche Hotels warm anziehen müssen.

Zum Thema Abendessen. Eure Gastgeber freuen sich natürlich, wenn Ihr in der Casa esst. Das kostet so zwischen 5, – und 10, – Euro pro Person, ist also ziemlich günstig und Eure Gastgeber freuen sich nicht nur über das zusätzliche Einkommen, sondern auch darüber, dass Ihr die Gastfreundschaft wertschätzt.

Ja okay, wir waren auch in Restaurants, nur um mal eine andere Atmosphäre zu haben. Trotzdem meine Empfehlung: Wenn Ihr die Möglichkeit habt, esst in der Casa. Für maximal 10,- € gibt`s Salat, Vorspeise, ein Hauptgericht und ein Dessert und das alles in einer absolut großartigen Qualität. Wir wurden in unseren drei Wochen nie enttäuscht. Unser letzter Stopp in Kuba hat alles übertroffen, aber dazu später mehr.

Okay, kleiner Ausflug in die Kulinarik, zurück zu Viñales. Die Provinz ist bekannt für ihren Tabakanbau, hier werden bekannte Marken wie Cohiba oder Montecristo angebaut und teils auch hergestellt. Machen wir also einen Rundgang durch die Tabakplantagen. Dabei bitte kein Stress, Eure Gastgeber organisieren das alles für Euch. Sagt einfach, was Ihr vorhabt. Kubaner sind sehr gut untereinander vernetzt, das muss man halt nur nutzen. Es ist natürlich klar, dass es immer kleine Provisionen untereinander gibt, so wird eben das Einkommen ein wenig aufgebessert.

Also haben wir am nächsten Tag eine Tour zu den Tabakplantagen gebucht. Zu Pferde. Wenn Ihr noch nie geritten seid – ich bin es nicht -, entspannt Euch einfach, die Pferde wissen wohin sie gehen müssen und man muß nur ein wenig nach rechts oder links „lenken“.

Los geht`s und rein in das Paradies aus Tabakplantagen. Wir entspannten uns an einem kleinen See,  geniessen die Landschaft und einen Mojito. War glaube ich so gegen 11.00 Uhr, da kann man schonmal Mojito trinken ;-). Weiter ging`s ins Tal hinein bis ins Herz der Tabakplantagen. Hier konnten wir uns über Anbau, Ernte und Lagerung informieren und hatten einen kleinen Kurs im Zigarren rollen. Sieht vielleicht im Fernsehen simple aus, ist aber gar nicht so einfach ;-). Ich war viel besser darin, eine Zigarre zu rauchen, als eine zu drehen. Übrigens tauchen Kubaner ihre Zigarren in Honig, so dass es beim Rauchen besser schmeckt. Also das Mundstück, nicht die ganze Zigarre.

Letztendlich konnte man – oh Wunder wie überraschend – die gerade gerollten Zigarren auch kaufen. Angebot, Gegenangebot, verkauft! Mist, ging zu schnell und ich wußte der Kubaner hat mich gerade beschissen. Egal, immerhin bekomme ich für 3,- Euro pro Stück eine originale Havanna-Zigarre.

Es war definitiv ein großartiger Tag, aber unsere Hintern haben nach einem Tage zu Pferde auch noch nie so weh getan. Zurück in unserer Casa erstmal entspannen, einen Cuba Libre und schön relaxen bis zum Abendessen. Was wiedermal fantastisch war.

Am nächsten Tag verbringen wir viel Zeit damit, Pinar del Rio und die Umgebung zu erkunden. Wir machen einen Spaziergang durch die kleine Stadt, entspannten uns und geniessen die schöne Zeit. Nach einem billigen, aber sehr leckeren Abendessen in einem der vielen Restaurants war es Zeit, unsere Koffer zu packen, da wir am Morgen nach Cienfuegos wollten … irgendwie ;-).

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